GEBURTSGESCHICHTE VON MARIE LUISE (FRAU UND HEBAMME)

Gegen Ende der Schwangerschaft hin war ich sehr ängstlich, weil ich schon 9 Tage über dem Termin war. Obwohl ich weiß, dass das nur ein geschätzter Termin ist und die meisten Kinder (ca.95%) nicht an ihrem errechneten Geburtstermin (ET) geboren werden. Als dann kurz vor Mitternacht am 25.3 meine Fruchtblase plötzlich beim Aufstehen platzte war ich überglücklich. Endlich ging es los. Gleich rief ich Katharina an, um sie noch vorm zu Bett gehen zu erwischen. Das Fruchtwasser war klar, die Herztöne super, daher vereinbarten wir, dass ich mich wieder melde wenn die Wehen mehr werden oder ich sie brauchen würde. Ich versuchte noch etwas zu schlafen. Es blieb bei einem Versuch. Die Wehen waren zwar in großen Abständen und ich wusste, dass ich mich am Beginn der Latenzphase befinde, aber dennoch so intensiv, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Vermutlich hat die Aufregung auch dazu beigetragen. Leider habe ich es ab dem Blasensprung nicht mehr wirklich geschafft etwas zu essen. Darum möchte ich jeder Frau die meine Geburtsgeschichte liest an dieser Stelle empfehlen ESST und TRINKT solange es euch gut tut und schmeckt!

Mein Freund und ich hatten schon seit dem ET das Wohnzimmer in unserer sehr kleinen Wohnung für die Geburt vorbereitet. Da gab es ein altes Kinderbett zu einer Couch umfunktioniert, einen Gebärpool ein paar Kerzen, Duftöle, Datteln und alle Utensilien von der Hausgeburtsliste. Gegen 6 Uhr morgens dann musste ich mich mehrmals übergeben und ich habe Katharina angerufen. Sie kam gleich vorbei, überprüfte meine Vitalwerte und die des Babys. Es war alles in bester Ordnung. Zu dieser Zeit waren die Wehen immer noch mit größerem Abstand aber dennoch intensiv genug um mir richtige Endorphin Schübe zu verpassen. Bei jeder Wehe durchströmten mich unglaubliche Glücksgefühle und ich musst dauernd grinsen. Es war großartig. Wir würden uns jederzeit melden, wenn es heftiger würde oder wir sie einfach gerne da hätten. Ungefähr um die Mittagszeit wurden die Wehen sehr regelmäßig und stärker. Katharina kam wieder vorbei und ich war so froh dass sie da war. Sie hat mich gehalten, mir gut zugeredet, mich motiviert, mich beruhigt. Immer wieder hat sie die Herztöne des Babys überprüft und die waren immer im physiologischen Bereich. Als ich am späten Nachmittag einen Durchhänger hatte, weil mich einfach alle Kräfte total verließen und ich nicht mehr wusste wie ich das schaffen sollte gab sie mir Traubenzucker und versicherte mir, das ich das auf jeden Fall schaffen werden. Ich glaubte nicht an mich, aber ich glaubte ihr. Mein Freund war da und hat mir warmes Wasser in den Pool gefüllt. Ich habe ihm fast den Finger gebrochen, weil er mir immer seine Hände zum Drücken während der Wehe gab. Das nächste Mal wird er den Ring definitiv weglassen :). Ich war an dem Punkt angelangt an dem fast jede Frau während ihrer Geburt kommt. „Ich kann nicht mehr“. Das Einzige was mir Kraft gab weiter zu machen, war Katharina- Ich wusste sie hatte schon viele Hausgeburten betreut und sie machte auf mich einfach einen so zuversichtlichen Eindruck, dass ich auch wieder an Zuversicht gewann und ich meinen kleinen Sohn schließlich um 19.41 knieend, meinen Freund umarmend gebar. Es war wundervoll, es war nach den anfänglichen Endorphin- Wehen die tollste Geburtsphase. Er war da und er war so perfekt. Auch wenn die vielen Stunden dazwischen für mich das körperlich Schmerzhafteste und Anstrengendste waren das ich jemals erlebt habe, machte der abschließende Teil der Geburt alles wieder wett. Auch die Nachgeburtsphase war so unglaublich schön. So ungefähr muss man sich bei einer Hochzeit fühlen, wenn man den heiraten möchte. Und auch da verdankte ich viel Katharina. Wir hatten eine Kamera vorbereitet und sie machte so tolle Fotos von unseren ersten Momenten zu dritt. Dann gestaltete sie die Nachgeburtsphase so entspannt und liebevoll dafür bin ich ihr ewig dankbar. Mein Sohn fing sofort an zu saugen. Nachdem die Plazenta geboren war und Katharina sich meine Vulva ansah- entschieden wir beide, dass bei so einem kleinen Riss keine Naht notwendig sei. Sie untersuchte noch meinen kleinen Sohn – alles war in bester Ordnung. Danach half sie mir beim Duschen und währenddessen konnte mein Sohn mit seinem Vater kuscheln. Mein Freund macht das heute noch so gerne und sagt es erinnere ihn jedes Mahl an diesen schönen Moment nach der Geburt. Irgendwann, als sich der kleine Mann wirklich alles was er brauchte aus der Plazenta geholt hatte nabelten wir ihn ab. Katharina begleitet uns noch zu dritt ins Bett, brachte mir etwas zu trinken und verabschiedet sich dann um uns eine gute erste gemeinsame Nacht zu wünschen. Ich weiß ich habe es schon so oft geschrieben, aber jedes Mal wenn ich an die Geburt zurück denke, empfinde ich einfach große Dankbarkeit und Respekt vor Katharinas Arbeit, die mit Geld eigentlich nicht aufzuwiegen ist. Vielen Dank!

 

 

GEBURTSGESCHICHTE VON CAROLIN


Schon während der Schwangerschaft unseres ersten Sohnes war ich mir sicher, dass eine persönliche Hebamme eine der wichtigsten Investitionen meines Lebens ist und diese 1zu1 Betreuung jeden Cent wert sein wird. Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht klar war: neben der Kompetenz und der Erfahrung einer Hebamme ist mindestens genauso wichtig, dass es menschlich passt, um die Geburt zu erleben, die man sich wünscht. Die Intuition und das Bauchgefühl spielen eine unheimlich wichtige Rolle.

Katharina hatte ich in meiner ersten Schwangerschaft 2018 im Rahmen des kostenfreien Mutter-Kind-Pass-Gespräch kennengelernt. Meine eigene Hebamme bot diese Leistung nicht an. Schon nach dieser einen Stunde war mir klar, dass sie meine Hebamme würde, sollte ich jemals ein zweites Kind bekommen. Katharina war nicht nur kompetent und erfahren, sondern vor allem sehr empathisch, ermutigend und eine tolle Zuhörerin. Und darüber hinaus hat Chemie zwischen uns einfach auf Anhieb gestimmt.
Im September 2020 kündigte sich dann unser zweites Kind an und mein erstes ToDo nach der Bestätigung beim Frauenarzt war ein Anruf bei Katharina. Schon im ersten Termin mit ihr kam die Idee auf eine Hausgeburt zu machen, sofern die Schwangerschaft unkompliziert bleibt. Und je mehr ich mit mich mit dem Gedanken beschäftigte, desto überzeugter wurde ich davon. Krankenhäuser machen mir eher Angst und letztlich geht es bei der Geburt ja darum sich fallen lassen zu können. Katharina hat mich so wunderbar bestärkt in dem Vertrauen, dass mein Baby und ich das gemeinsam zuhause meistern können. Und letztlich macht vor allem die 1zu1-Betreuung eine Geburt sicher. Manche Arzttermine haben mich trotz einwandfreier Befunde eher verunsichert und hier war Katharina so eine fantastische Stütze und Coach. Ich kann nur betonen, wie dankbar ich war, dass ich immer wieder bei Katharina aufgefangen wurde, wenn Fragen auftauchten oder auch medizinische Details unklar waren. Es ist so wertvoll damit nicht allein gelassen zu werden. Jeder Besuch von ihr bei uns war Balsam für die Seele.
Zusätzlich hatte ich die Gelegenheit mit Katharina meine erste Geburt gemeinsam mit meinem Mann aufzuarbeiten. Ich denke, das war unwahrscheinlich wichtig, um frei und bereit in die zweite Geburt gehen zu können.

Am errechneten Geburtstermin dann meldete sich unser zweiter Sohn in der Nacht mit den ersten Wehen. Schon nach einer Stunde war ich bei einem 3-4 min Rhythmus und mein Mann informierte Katharina. Ab da ging es wahnsinnig schnell. Nach nur 2 weiteren Stunden schickte mich Katharina mit den Worten "Ich glaube, das ist deine letzte Gelegenheit" auf die Toilette. Ich war erstaunt, dass sie offenbar glaubte, dass das Baby bald kommen würde, schließlich waren die Schmerzen zwar stark, aber noch gut auszuhalten. Aber ihr erfahrenes Auge hatte mir ohne weitere Untersuchungen angesehen, dass der Muttermund jetzt voll geöffnet war. Und tatsächlich - schon auf dem WC spürte ich plötzlich den Druck des Köpfchens und die Presswehen setzten wenige Minuten später ein.
Diese Phase war die für mich eindrücklichste. Bei meiner ersten Geburt wurde hier trotz guter Herztöne des Babys entgegen unserer Absprachen interveniert. Ich entwickelte damals überhaupt kein Gespür für die Presswehen und von einer selbstbestimmten Geburt konnte man nicht mehr sprechen. Ich fühlte mich ausgeliefert und hilflos.
Katharina dagegen (gemeinsam mit meinem Mann) feuerte mich einfach an und erinnerte mich immer wieder auf meinen Körper zu hören und immer nur zu schieben, wenn ich den Impuls dazu hatte. Es war so eine kraftvolle, ursprüngliche, intensive Erfahrung, dass mein Körper genau wusste, wann ich drücken, wann hecheln, wann ich warten sollte... Es fühlte sich wie ein Bewusstseinsmodus an, der nur im Fallenlassen und im Vertrauen in den eigenen Körper zu finden ist. Genau das hatte Katharina in ihrer Betreuung immer in mir bestärkt. Ich bin davon überzeugt, dass das der Grund war, warum ich nach nur 3,5h Geburt unseren zweiten Sohn glücklich in Empfang nehmen konnte. Zuhause - in unserer vertrauten Umgebung und mit einem seelenruhig schlafenden älteren Kind im Nebenzimmer.

Diese Geburt war in so vieler Hinsicht eine unglaublich heilsame Erfahrung für mich. Sie war selbstbestimmt und ich habe eine Kraft in mir als Frau in diesen Stunden gesehen, die mir heute eine ganz neue Sichtweise darauf gibt, wie stark, mit welcher Würde und wie wunderbar Frauen geschaffen sind!
Ich danke Katharina von ganzem Herzen, dass sie mich und meinen Mann so feinfühlig und wunderbar in der Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreut hat. Ich hätte mir keine bessere Hebamme wünschen können! Außerdem ist sie ein so großartiger Mensch, dass ich behaupten würde, dass sie viel mehr für mich geworden ist als einfach meine Hebamme. Eine Freundin und Vertraute und jemand, an den ich mich immer erinnern werde.

 

Anne (Frau und Frauenärztin)

Kurz ein paar Worte zu mir: Ich bin Ärztin, genauer gesagt Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Mein Fachwissen hat mich unter Garantie häufig beeinflusst aber ich möchte den Bericht aus der Perspektive als „nur“ Frau aufzeigen. Ich versuche mich darin den Bericht kurz zu halten, da ich während der Schwangerschaft einiges an Entwicklung durchlaufen habe, die ein Buch füllen könnte.
Ich habe in meiner Vorgeschichte schon eine Fehlgeburt (in der 9. Schwangerschaftswoche) erlebt, bei der mich Katharina bereits als Hebamme begleitet hat. Mir war immer bewusst, dass ich unbedingt eine Hebamme an meiner Seite brauche, die mich durch die Schwangerschaft, Geburt und in Wochenbett und Stillzeit begleitet. Daher habe ich mich während meiner ersten Schwangerschaft auf den Rat einer guten Freundin verlassen und mit Katharina Kontakt aufgenommen. Rational und emotional hat sich die erste Begegnung mit Katharina für meinen Partner und mich stimmig angefühlt.
Während meiner zweiten Schwangerschaft habe ich einen ganz anderen Blickwinkel auf die körperlichen und seelischen Vorgänge und Veränderungen bekommen, was garantiert mit der Art und Weise der Begleitung von Katharina in Verbindung steht. Immer wieder kam ich während der Schwangerschaft an einen Punkt der Unsicherheit aber irgendwie habe ich es geschafft diesen Blickwinkel verändern zu können. Grundsätzlich hatten wir eine Geburt im Krankenhaus mit Katharina gemeinsam geplant, da es uns (mein Ehemann ist auch Arzt) erst einmal als selbstverständlich und sicher erschien. Während den Terminen mit Katharina hat sie uns immer wieder aus ihren Erfahrungen als Hausgeburtshebamme erzählt und ich muss sagen, dass ich innerlich sehr skeptisch war und fast nicht glauben konnte wie „normal“ und interventionsarm Geburten doch ablaufen können.
Jedenfalls: Lange Rede kurzer Sinn. Wir waren sehr interessiert an ihren Erzählungen, ihrem Wissen als Fachfrau über die Physiologie und haben uns mit den genauen Zahlen befasst. Wir wurden also immer vertrauter mit dem Gedanken an eine außerklinische Geburt. Selbstverständlich bekamen wir von unserem Umfeld reichlich Gegenwind.
Dennoch oder gerade deswegen haben wir uns schließlich für eine Hausgeburt entschieden und zugleich wusste ich, dass ich im Falle einer Verlegung kompetent begleitet bin.
Es war meiner Meinung nach mit die beste Entscheidung meines Lebens. Es hat sich mit meiner vertrauten Hebamme an meiner Seite, meinem Mann als Unterstützer und unserem gewohnten Umfeld in den eigenen vier Wänden einfach nur richtig angefühlt. Die Geburt war natürlich phasenweise herausfordernd aber durchaus machbar. Während des Geburtsvorbereitungskurses konnte ich mir einiges an Wissen aneignen, was ich während der Geburt gut anwenden konnte.

Ich konnte im Geburtspool gebären und muss sagen, dass ich jeder Frau eine Wassergeburt in einer aufrechten Gebärposition wünsche. Nach ungefähr 12 Stunden (die Latenzphase, also die erste Geburtsphase dazu gerechnet waren es ca. 20 Stunden) war unsere Marie auf der Welt und ich hatte nicht einmal eine Geburtsverletzung. Ich war nach der Geburt voller Stolz erfüllt, da ich es ohne Interventionen und aus meiner eigenen Kraft und der meiner Tochter geschafft hatte zu gebären. Mit der Plazentageburt war Katharina sehr geduldig mit mir, da ich diese erst nach 1,5 Stunden gebar. Das war der einzige Moment in dem ich kurz verunsichert war, da wir den Frauen im Spital sehr selten und nur auf Wunsch diese Zeit geben. Aber meine Hebamme strahlte so viel Sicherheit aus, dass ich mir selbst und meinem Körper die Zeit geben konnte.
Marie habe ich schon ein paar Minuten nach der Geburt gestillt und anschließend haben wir ausgiebig gebondet und Katharina und ich wurden von meinem Mann mit einer feinen Suppe bekocht. Nach der Erstuntersuchung unserer Marie durch Katharina hat sie mich, währenddessen mein Mann mit Marie bonden konnte, in die Dusche begleitet und ich konnte mich ganz in Ruhe bettfertig machen. Vollkommen glücklich und mit erstaunlich viel Energie konnten wir uns als kleine Familie in unserem Bett häuslich einrichten. Wir hatten also einen vollkommen entspannten, sicheren und vor allem gesunden Start ins Wochenbett und unsere Tochter ins Leben. Genau das war immer unser größter Wunsch.
Die ersten Wochen des Wochenbetts hat uns Katharina voller Elan, Wissen und Empathie begleitet und auch das Stillen ging nach ein paar herausfordernden ersten Tagen ganz ohne Probleme. Ich war so dankbar, dass Katharina an unserer Seite war und uns unglaublich geduldig alle aufkommenden Fragen beantwortet hat. So konnte ich einfach nur Frau sein und mein Berufshirn größtenteils ausschalten. Tatsächlich muss ich abschließend sagen, dass ich sehr dankbar für diese ganzen Erfahrungen bin. Ich bin davon überzeugt wie positiv es meine Arbeit als Frauenärztin beeinflussen wird. Nun freue ich mich aber erst einmal auf die kommenden Monate mit unserer Tochter.
Ich und auch mein Mann möchten jeder Frau und jedem Paar mit auf den Weg geben, dass es sich lohnt eine kompetente Hebamme aufzusuchen und ihr die Fragen zu stellen, die euch beschäftigen. Sucht euch eine Frauenärztin/Frauenarzt, die/der euch auf eurem individuellen Weg begleitet und lest euch in hochwertige und von der Hebamme empfohlene Literatur ein.
Kurzum: Vertraut euch, eurem Körper und eurem Baby.



 

 

GEBURTSGESCHICHTE VON MARIE LUISE (FRAU UND HEBAMME)

Gegen Ende der Schwangerschaft hin war ich sehr ängstlich, weil ich schon 9 Tage über dem Termin war. Obwohl ich weiß, dass das nur ein geschätzter Termin ist und die meisten Kinder (ca.95%) nicht an ihrem errechneten Geburtstermin (ET) geboren werden. Als dann kurz vor Mitternacht am 25.3 meine Fruchtblase plötzlich beim Aufstehen platzte war ich überglücklich. Endlich ging es los. Gleich rief ich Katharina an, um sie noch vorm zu Bett gehen zu erwischen. Das Fruchtwasser war klar, die Herztöne super, daher vereinbarten wir, dass ich mich wieder melde wenn die Wehen mehr werden oder ich sie brauchen würde. Ich versuchte noch etwas zu schlafen. Es blieb bei einem Versuch. Die Wehen waren zwar in großen Abständen und ich wusste, dass ich mich am Beginn der Latenzphase befinde, aber dennoch so intensiv, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Vermutlich hat die Aufregung auch dazu beigetragen. Leider habe ich es ab dem Blasensprung nicht mehr wirklich geschafft etwas zu essen. Darum möchte ich jeder Frau die meine Geburtsgeschichte liest an dieser Stelle empfehlen ESST und TRINKT solange es euch gut tut und schmeckt!

Mein Freund und ich hatten schon seit dem ET das Wohnzimmer in unserer sehr kleinen Wohnung für die Geburt vorbereitet. Da gab es ein altes Kinderbett zu einer Couch umfunktioniert, einen Gebärpool ein paar Kerzen, Duftöle, Datteln und alle Utensilien von der Hausgeburtsliste. Gegen 6 Uhr morgens dann musste ich mich mehrmals übergeben und ich habe Katharina angerufen. Sie kam gleich vorbei, überprüfte meine Vitalwerte und die des Babys. Es war alles in bester Ordnung. Zu dieser Zeit waren die Wehen immer noch mit größerem Abstand aber dennoch intensiv genug um mir richtige Endorphin Schübe zu verpassen. Bei jeder Wehe durchströmten mich unglaubliche Glücksgefühle und ich musst dauernd grinsen. Es war großartig. Wir würden uns jederzeit melden, wenn es heftiger würde oder wir sie einfach gerne da hätten. Ungefähr um die Mittagszeit wurden die Wehen sehr regelmäßig und stärker. Katharina kam wieder vorbei und ich war so froh dass sie da war. Sie hat mich gehalten, mir gut zugeredet, mich motiviert, mich beruhigt. Immer wieder hat sie die Herztöne des Babys überprüft und die waren immer im physiologischen Bereich. Als ich am späten Nachmittag einen Durchhänger hatte, weil mich einfach alle Kräfte total verließen und ich nicht mehr wusste wie ich das schaffen sollte gab sie mir Traubenzucker und versicherte mir, das ich das auf jeden Fall schaffen werden. Ich glaubte nicht an mich, aber ich glaubte ihr. Mein Freund war da und hat mir warmes Wasser in den Pool gefüllt. Ich habe ihm fast den Finger gebrochen, weil er mir immer seine Hände zum Drücken während der Wehe gab. Das nächste Mal wird er den Ring definitiv weglassen :). Ich war an dem Punkt angelangt an dem fast jede Frau während ihrer Geburt kommt. „Ich kann nicht mehr“. Das Einzige was mir Kraft gab weiter zu machen, war Katharina- Ich wusste sie hatte schon viele Hausgeburten betreut und sie machte auf mich einfach einen so zuversichtlichen Eindruck, dass ich auch wieder an Zuversicht gewann und ich meinen kleinen Sohn schließlich um 19.41 knieend, meinen Freund umarmend gebar. Es war wundervoll, es war nach den anfänglichen Endorphin- Wehen die tollste Geburtsphase. Er war da und er war so perfekt. Auch wenn die vielen Stunden dazwischen für mich das körperlich Schmerzhafteste und Anstrengendste waren das ich jemals erlebt habe, machte der abschließende Teil der Geburt alles wieder wett. Auch die Nachgeburtsphase war so unglaublich schön. So ungefähr muss man sich bei einer Hochzeit fühlen, wenn man den heiraten möchte. Und auch da verdankte ich viel Katharina. Wir hatten eine Kamera vorbereitet und sie machte so tolle Fotos von unseren ersten Momenten zu dritt. Dann gestaltete sie die Nachgeburtsphase so entspannt und liebevoll dafür bin ich ihr ewig dankbar. Mein Sohn fing sofort an zu saugen. Nachdem die Plazenta geboren war und Katharina sich meine Vulva ansah- entschieden wir beide, dass bei so einem kleinen Riss keine Naht notwendig sei. Sie untersuchte noch meinen kleinen Sohn – alles war in bester Ordnung. Danach half sie mir beim Duschen und währenddessen konnte mein Sohn mit seinem Vater kuscheln. Mein Freund macht das heute noch so gerne und sagt es erinnere ihn jedes Mahl an diesen schönen Moment nach der Geburt. Irgendwann, als sich der kleine Mann wirklich alles was er brauchte aus der Plazenta geholt hatte nabelten wir ihn ab. Katharina begleitet uns noch zu dritt ins Bett, brachte mir etwas zu trinken und verabschiedet sich dann um uns eine gute erste gemeinsame Nacht zu wünschen. Ich weiß ich habe es schon so oft geschrieben, aber jedes Mal wenn ich an die Geburt zurück denke, empfinde ich einfach große Dankbarkeit und Respekt vor Katharinas Arbeit, die mit Geld eigentlich nicht aufzuwiegen ist. Vielen Dank!

 

 

GEBURTSGESCHICHTE VON CAROLIN


Schon während der Schwangerschaft unseres ersten Sohnes war ich mir sicher, dass eine persönliche Hebamme eine der wichtigsten Investitionen meines Lebens ist und diese 1zu1 Betreuung jeden Cent wert sein wird. Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht klar war: neben der Kompetenz und der Erfahrung einer Hebamme ist mindestens genauso wichtig, dass es menschlich passt, um die Geburt zu erleben, die man sich wünscht. Die Intuition und das Bauchgefühl spielen eine unheimlich wichtige Rolle.

Katharina hatte ich in meiner ersten Schwangerschaft 2018 im Rahmen des kostenfreien Mutter-Kind-Pass-Gespräch kennengelernt. Meine eigene Hebamme bot diese Leistung nicht an. Schon nach dieser einen Stunde war mir klar, dass sie meine Hebamme würde, sollte ich jemals ein zweites Kind bekommen. Katharina war nicht nur kompetent und erfahren, sondern vor allem sehr empathisch, ermutigend und eine tolle Zuhörerin. Und darüber hinaus hat Chemie zwischen uns einfach auf Anhieb gestimmt.
Im September 2020 kündigte sich dann unser zweites Kind an und mein erstes ToDo nach der Bestätigung beim Frauenarzt war ein Anruf bei Katharina. Schon im ersten Termin mit ihr kam die Idee auf eine Hausgeburt zu machen, sofern die Schwangerschaft unkompliziert bleibt. Und je mehr ich mit mich mit dem Gedanken beschäftigte, desto überzeugter wurde ich davon. Krankenhäuser machen mir eher Angst und letztlich geht es bei der Geburt ja darum sich fallen lassen zu können. Katharina hat mich so wunderbar bestärkt in dem Vertrauen, dass mein Baby und ich das gemeinsam zuhause meistern können. Und letztlich macht vor allem die 1zu1-Betreuung eine Geburt sicher. Manche Arzttermine haben mich trotz einwandfreier Befunde eher verunsichert und hier war Katharina so eine fantastische Stütze und Coach. Ich kann nur betonen, wie dankbar ich war, dass ich immer wieder bei Katharina aufgefangen wurde, wenn Fragen auftauchten oder auch medizinische Details unklar waren. Es ist so wertvoll damit nicht allein gelassen zu werden. Jeder Besuch von ihr bei uns war Balsam für die Seele.
Zusätzlich hatte ich die Gelegenheit mit Katharina meine erste Geburt gemeinsam mit meinem Mann aufzuarbeiten. Ich denke, das war unwahrscheinlich wichtig, um frei und bereit in die zweite Geburt gehen zu können.

Am errechneten Geburtstermin dann meldete sich unser zweiter Sohn in der Nacht mit den ersten Wehen. Schon nach einer Stunde war ich bei einem 3-4 min Rhythmus und mein Mann informierte Katharina. Ab da ging es wahnsinnig schnell. Nach nur 2 weiteren Stunden schickte mich Katharina mit den Worten "Ich glaube, das ist deine letzte Gelegenheit" auf die Toilette. Ich war erstaunt, dass sie offenbar glaubte, dass das Baby bald kommen würde, schließlich waren die Schmerzen zwar stark, aber noch gut auszuhalten. Aber ihr erfahrenes Auge hatte mir ohne weitere Untersuchungen angesehen, dass der Muttermund jetzt voll geöffnet war. Und tatsächlich - schon auf dem WC spürte ich plötzlich den Druck des Köpfchens und die Presswehen setzten wenige Minuten später ein.
Diese Phase war die für mich eindrücklichste. Bei meiner ersten Geburt wurde hier trotz guter Herztöne des Babys entgegen unserer Absprachen interveniert. Ich entwickelte damals überhaupt kein Gespür für die Presswehen und von einer selbstbestimmten Geburt konnte man nicht mehr sprechen. Ich fühlte mich ausgeliefert und hilflos.
Katharina dagegen (gemeinsam mit meinem Mann) feuerte mich einfach an und erinnerte mich immer wieder auf meinen Körper zu hören und immer nur zu schieben, wenn ich den Impuls dazu hatte. Es war so eine kraftvolle, ursprüngliche, intensive Erfahrung, dass mein Körper genau wusste, wann ich drücken, wann hecheln, wann ich warten sollte... Es fühlte sich wie ein Bewusstseinsmodus an, der nur im Fallenlassen und im Vertrauen in den eigenen Körper zu finden ist. Genau das hatte Katharina in ihrer Betreuung immer in mir bestärkt. Ich bin davon überzeugt, dass das der Grund war, warum ich nach nur 3,5h Geburt unseren zweiten Sohn glücklich in Empfang nehmen konnte. Zuhause - in unserer vertrauten Umgebung und mit einem seelenruhig schlafenden älteren Kind im Nebenzimmer.

Diese Geburt war in so vieler Hinsicht eine unglaublich heilsame Erfahrung für mich. Sie war selbstbestimmt und ich habe eine Kraft in mir als Frau in diesen Stunden gesehen, die mir heute eine ganz neue Sichtweise darauf gibt, wie stark, mit welcher Würde und wie wunderbar Frauen geschaffen sind!
Ich danke Katharina von ganzem Herzen, dass sie mich und meinen Mann so feinfühlig und wunderbar in der Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreut hat. Ich hätte mir keine bessere Hebamme wünschen können! Außerdem ist sie ein so großartiger Mensch, dass ich behaupten würde, dass sie viel mehr für mich geworden ist als einfach meine Hebamme. Eine Freundin und Vertraute und jemand, an den ich mich immer erinnern werde.

 

Anne (Frau und Frauenärztin)

Kurz ein paar Worte zu mir: Ich bin Ärztin, genauer gesagt Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Mein Fachwissen hat mich unter Garantie häufig beeinflusst aber ich möchte den Bericht aus der Perspektive als „nur“ Frau aufzeigen. Ich versuche mich darin den Bericht kurz zu halten, da ich während der Schwangerschaft einiges an Entwicklung durchlaufen habe, die ein Buch füllen könnte.
Ich habe in meiner Vorgeschichte schon eine Fehlgeburt (in der 9. Schwangerschaftswoche) erlebt, bei der mich Katharina bereits als Hebamme begleitet hat. Mir war immer bewusst, dass ich unbedingt eine Hebamme an meiner Seite brauche, die mich durch die Schwangerschaft, Geburt und in Wochenbett und Stillzeit begleitet. Daher habe ich mich während meiner ersten Schwangerschaft auf den Rat einer guten Freundin verlassen und mit Katharina Kontakt aufgenommen. Rational und emotional hat sich die erste Begegnung mit Katharina für meinen Partner und mich stimmig angefühlt.
Während meiner zweiten Schwangerschaft habe ich einen ganz anderen Blickwinkel auf die körperlichen und seelischen Vorgänge und Veränderungen bekommen, was garantiert mit der Art und Weise der Begleitung von Katharina in Verbindung steht. Immer wieder kam ich während der Schwangerschaft an einen Punkt der Unsicherheit aber irgendwie habe ich es geschafft diesen Blickwinkel verändern zu können. Grundsätzlich hatten wir eine Geburt im Krankenhaus mit Katharina gemeinsam geplant, da es uns (mein Ehemann ist auch Arzt) erst einmal als selbstverständlich und sicher erschien. Während den Terminen mit Katharina hat sie uns immer wieder aus ihren Erfahrungen als Hausgeburtshebamme erzählt und ich muss sagen, dass ich innerlich sehr skeptisch war und fast nicht glauben konnte wie „normal“ und interventionsarm Geburten doch ablaufen können.
Jedenfalls: Lange Rede kurzer Sinn. Wir waren sehr interessiert an ihren Erzählungen, ihrem Wissen als Fachfrau über die Physiologie und haben uns mit den genauen Zahlen befasst. Wir wurden also immer vertrauter mit dem Gedanken an eine außerklinische Geburt. Selbstverständlich bekamen wir von unserem Umfeld reichlich Gegenwind.
Dennoch oder gerade deswegen haben wir uns schließlich für eine Hausgeburt entschieden und zugleich wusste ich, dass ich im Falle einer Verlegung kompetent begleitet bin.
Es war meiner Meinung nach mit die beste Entscheidung meines Lebens. Es hat sich mit meiner vertrauten Hebamme an meiner Seite, meinem Mann als Unterstützer und unserem gewohnten Umfeld in den eigenen vier Wänden einfach nur richtig angefühlt. Die Geburt war natürlich phasenweise herausfordernd aber durchaus machbar. Während des Geburtsvorbereitungskurses konnte ich mir einiges an Wissen aneignen, was ich während der Geburt gut anwenden konnte.

Ich konnte im Geburtspool gebären und muss sagen, dass ich jeder Frau eine Wassergeburt in einer aufrechten Gebärposition wünsche. Nach ungefähr 12 Stunden (die Latenzphase, also die erste Geburtsphase dazu gerechnet waren es ca. 20 Stunden) war unsere Marie auf der Welt und ich hatte nicht einmal eine Geburtsverletzung. Ich war nach der Geburt voller Stolz erfüllt, da ich es ohne Interventionen und aus meiner eigenen Kraft und der meiner Tochter geschafft hatte zu gebären. Mit der Plazentageburt war Katharina sehr geduldig mit mir, da ich diese erst nach 1,5 Stunden gebar. Das war der einzige Moment in dem ich kurz verunsichert war, da wir den Frauen im Spital sehr selten und nur auf Wunsch diese Zeit geben. Aber meine Hebamme strahlte so viel Sicherheit aus, dass ich mir selbst und meinem Körper die Zeit geben konnte.
Marie habe ich schon ein paar Minuten nach der Geburt gestillt und anschließend haben wir ausgiebig gebondet und Katharina und ich wurden von meinem Mann mit einer feinen Suppe bekocht. Nach der Erstuntersuchung unserer Marie durch Katharina hat sie mich, währenddessen mein Mann mit Marie bonden konnte, in die Dusche begleitet und ich konnte mich ganz in Ruhe bettfertig machen. Vollkommen glücklich und mit erstaunlich viel Energie konnten wir uns als kleine Familie in unserem Bett häuslich einrichten. Wir hatten also einen vollkommen entspannten, sicheren und vor allem gesunden Start ins Wochenbett und unsere Tochter ins Leben. Genau das war immer unser größter Wunsch.
Die ersten Wochen des Wochenbetts hat uns Katharina voller Elan, Wissen und Empathie begleitet und auch das Stillen ging nach ein paar herausfordernden ersten Tagen ganz ohne Probleme. Ich war so dankbar, dass Katharina an unserer Seite war und uns unglaublich geduldig alle aufkommenden Fragen beantwortet hat. So konnte ich einfach nur Frau sein und mein Berufshirn größtenteils ausschalten. Tatsächlich muss ich abschließend sagen, dass ich sehr dankbar für diese ganzen Erfahrungen bin. Ich bin davon überzeugt wie positiv es meine Arbeit als Frauenärztin beeinflussen wird. Nun freue ich mich aber erst einmal auf die kommenden Monate mit unserer Tochter.
Ich und auch mein Mann möchten jeder Frau und jedem Paar mit auf den Weg geben, dass es sich lohnt eine kompetente Hebamme aufzusuchen und ihr die Fragen zu stellen, die euch beschäftigen. Sucht euch eine Frauenärztin/Frauenarzt, die/der euch auf eurem individuellen Weg begleitet und lest euch in hochwertige und von der Hebamme empfohlene Literatur ein.
Kurzum: Vertraut euch, eurem Körper und eurem Baby.